Wirtschaft unter Druck: Wirtschaftliche Stabilität in Zeiten des Populismus‘

Chancen und Risiken im Fokus der IB-Führungskonferenz


Michael Hüther bei seinem Vortrag auf der Führungskonferenz des Internationalen Bundes

Michael Hüther bei seinem Vortrag auf der Führungskonferenz des Internationalen Bundes (IB). Foto: IB

Ampel-Aus, Fachkräftemangel, wachsender Populismus – die Wirtschaft steht unter Druck. Auch der Internationale Bund (IB) spürt die Auswirkungen dieser gesellschaftlichen Umbrüche. Wie Stabilität trotz politischer Unsicherheiten gesichert werden kann, war Thema der diesjährigen Führungskonferenz am 19. und 20. Februar in Frankfurt/Main, bei der die oberste Führungsebene über Chancen und Risiken diskutierte.

Als Referenten beleuchteten Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, und Christian Bollert, Journalist und Podcaster, die aktuellen gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Herausforderungen. Während Hüther die Folgen populistischer Strömungen für die Wirtschaft analysierte und Lösungsstrategien präsentierte, widmete sich Bollert der Frage, wie sich Deutschland nach den Wahlen weiterentwickeln könnte – und welche Weichen für die nächsten 35 Jahre gestellt werden müssen.

Populismus als Risiko für Wirtschaft und Gesellschaft

Die politische Unsicherheit in Deutschland befindet sich auf einem Rekordhoch. Hüther machte deutlich: Die Demokratie- und Politikunzufriedenheit nimmt an den politischen Rändern zu – mit spürbaren Folgen für die Wirtschaft. Besonders in AfD-Hochburgen hemmen skeptische Einstellungen gegenüber Migration die dringend benötigte Fachkräftezuwanderung. 

Zugleich verstärkt eine hohe Inflationswahrnehmung die Unsicherheit, insbesondere in Ostdeutschland. Hüther sieht Wirtschaft und Politik in der Verantwortung, Stabilität zu sichern. Was es braucht, um den Herausforderungen des Populismus zu begegnen und Wachstum zu fördern: klare Rahmenbedingungen, strategische Anpassungen und ein faktenbasiertes Transformationsnarrativ. Er untermauerte seine Analyse mit spannenden Einblicken aus der aktuellen IW-Studie „Rechtsaußen – Erstarken in Deutschland: Implikationen für den Wirtschaftsstandort“.

Bollert thematisierte die unterschiedlichen Hintergründe und Ausprägungen des Populismus aufgrund der verschiedenen Lebenserfahrungen in Ost- und Westdeutschland sowie deren gesellschaftlichen Folgen. Anschließend wurde diskutiert, wie Organisationen klare Haltung zeigen können, ohne den Dialog zu verlieren. Im Fokus stand die Herausforderung, gesellschaftliche Spaltung zu überwinden und Zukunftsperspektiven zu schaffen. Für den IB als bundesweit tätigen Träger waren dieser Austausch und das Wissen um unterschiedliche regionale Realitäten besonders wichtig, um spezifische Lösungen für die Menschen vor Ort zu entwickeln.

Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB, resümierte mit einem Appell: „In Zeiten wachsender Unsicherheiten ist es für den IB wichtig, Haltung zu zeigen und uns aktiv für eine offene, zukunftsfähige Gesellschaft einzusetzen. Daher fordern wir die Politik auf, Fachkräftezuwanderung als essenziellen Bestandteil unserer wirtschaftlichen Zukunft zu begreifen. Statt Abschottung sind gezielte Maßnahmen erforderlich, um Deutschland als attraktiven Standort für internationale Talente zu positionieren.“


 

 

 

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