Selbstverteidigung für Queers & Friends
Ob gegen Beleidigungen, Mobbing, Übergriffe im Alltag, Sexueller Missbrauch oder Gewalt allgemein: Selbstbehauptung und Selbstverteidigung ist gefragt, auf allen Ebenen. Verbal, mental, körperlich.
Sich und seine Nächsten zu verteidigen, Stellung zu beziehen, klare Grenzen zu setzen und für die eigene Sicherheit zu sorgen sind Fähigkeiten, die wir schon im Kindesalter erlernen sollten um sicher durch unser Leben gehen zu können.
Dafür brauchen wir Skills, (Selbst-)Bewusstsein und auch einfach Training, das wir nicht in der Familie oder der Schule bekommen und auch nicht durch KI oder Social Media erlernen können.
Gerade Menschen, die durch ihr Auftreten, ihre Herkunft, ihr Geschlecht und/oder ihre sexuelle Orientierung aus der Norm fallen sehen sich im Alltag oft Anfeindungen, Beleidigungen bis hin zu Übergriffen ausgesetzt. Da diese Menschen sich häufig gleichzeitig in den Standard-Sportangeboten und gerade im männlich dominierten Kampfsportbereich nicht wohl fühlen, bieten wir ihnen mit unserer Arbeit einen geschützten Rahmen an, der sich ganz nach ihren Bedürfnissen orientiert.
Auf Anfrage und nach vorheriger Absprache können Einzelne oder auch ganze Gruppen entweder im 27NORD-Boxcamp oder auch außerhalb in eigenen Räumen Workshops oder auch fortlaufende Trainings zum Thema Selbstverteidigung und Selbstbehauptung buchen.
Diese Workshops sollen die Teilnehmenden darin unterstützen, sich in Alltags-,Konflikt-, und Gefahrensituationen sicherer zu fühlen und selbstbewusst bewegen zu können.
Sie beinhalten sowohl eine Wahrnehmungsschulung in Bezug auf Gefahrensituationen, eigene Körpersprache und innere und äußere Haltung, als auch Grundlagen körperlicher Skills wie sichere Grundstellung, Deckung, Abwehr und auch Gegentechniken. Hier werden Einblicke in Schlag und Tritttechniken ebenso vermittelt wie das Lösen von Angriffen im Bereich des Festhaltens, Pöbelns oder auch Würgens.
Allem voran steht dabei immer die Vermeidung von Gefahren und Gewalt, das möglichst sichere Bewegen im Alltag, ohne es überhaupt zu brenzligen Situationen kommen zu lassen.
Grundsätzlich sind die Kurse interaktiv gestaltet, das heißt, Schwerpunkte werden auf Grundlage der Fragen und Wünsche der Teilnehmer*innen gesetzt und können beliebig vertieft werden. Auch bereits erlebte Situationen können auf Wunsch aufgearbeitet und in szenarischen Sequenzen gemeinsam nachgespielt und so im Nachhinein in selbst-ermächtigender Weise mit neuen Lösungen versehen werden.
Da körperliche Fitness eine große Rolle in der Selbstverteidigung spielt, werden auch themenspezifische Fitness-Übungen zum Spektrum der Übungen herangezogen.
Insgesamt steht, nicht zu vergessen, Spaß im Vordergrund.
Wir wollen keine Angst machen und gerade jungen Menschen nicht den Spaß am Leben und sich frei-bewegen nehmen, sondern im Gegenteil ihre Wahrnehmung schulen und ihre körperlichen und mentalen Fähigkeiten so stärken, dass sie sich sicherer und somit freier durchs Leben bewegen können.
Unsere Trainer sind langjährig erfahren in unterschiedlichen Kampfsportarten von Boxen, über Krav Maga bis hin zu Ju-Jutsu und verfügen gleichzeitig über vielfältige Skills und praxisnahe Fortbildungen im Bereich der Sozialen Arbeit, queerspezifischen Themen und Traumapädagogik.